Etliche junge Leute möchten gerne nach dem Abitur ein Sozialpädagogik-Studium aufzunehmen. Allerdings nur die wenigsten wissen Genaueres über diesen Studiengang. Und auch nur die fwenigsten haben wirklich konkrete Vorstellungen darüber, was sie nach Abschluss des Studiums beruflich tun wollen.
Eine der Grund-Voraussetzungen für die Aufnahme eines Sozialpädagogik-Studiums ist ein ehrliches Interesse an Interaktionen mit Menschen und das Bedürfnis, ihnen bei der Problembewältigung zur Seite zu stehen. Während in der Sozialarbeit größtenteils die direkte Intervention angesagt ist, liegt bei der Fernstudium Sozialpädagogik der Schwerpunkt eher auf pädagogischen Angeboten. Dabei sollen diese sozialpädagogischen Angebote nach Möglichkeit schon präventiv dazu beitragen, die Not zu umgehen. Hier steht folglich der vorbeugende Aspekt im Focus, während es bei der Sozialarbeit um das Eingreifen geht. Jedoch lassen sich die beiden Bereiche nicht ganz trennen. Beide werden unter dem Überbegriff „Soziale Arbeit“ oder „Sozialwesen“ zusammengefasst. Die Studiengänge haben an den jeweiligen Ausbildungsstätten auch unterschiedliche Bezeichnungen.
Wer in hierzulande sozialpaedagogikstudium.com beginen will, hat die Qual der Wahl zwischen einem Studium an einer Universität oder an einer Fachhochschule. Wahlweise kann man sich auch für ein Fernstudium entscheiden. Unter der Bezeichnung „Duales Studium“ wird vorwiegend der Studiengang Soziale Arbeit angeboten, bei dem man Sozialpädagogik und Sozialarbeit studieren kann. In Baden-Württemberg gibt es aber zusätzlich die Möglichkeit, eine echte duale Ausbildung zu absolvieren, bei der das erworbene theoretische Wissen in der Praxis angewendet, überprüft und vertieft werden kann. Ein ähnliches berufsbegleitendes Sozialpädagogik-Studium ermöglicht die niederländische Hogeschool von Arnheim und Nimwegen. Neben der engen Integration von Theorie und Erfahrung hat das Duale System noch einen interessanten Vorteil: Die Auszubildenden sind gleichzeitig bei dem Dualen Partner angestellt und beziehen für ihre Tätigkeit auch einen Lohn. Infolgedessen sind sie monetär hinlänglich unabhängig.
Die Studiendauer beträgt sechs bis acht Halbjahre, in Abhängigkeit vom gewünschten Studienabschluss. Nach dem Bachelor-Abschluss ist gewöhnlich noch ein Praxisjahr vorgesehen, in dem das theoretische Wissen in dem gewünschten Berufssegment praktisch vertieft werden kann. Nach dem Studium und dem Abschluss als Bachelor oder Master bieten sich dem Sozialpädagogen vielfältige Betätigungsfelder. Hier bieten sich Jugendeinrichtungen ebenso an wie Altenheime, Pflegeeinrichtungen für junge und alte Menschen, Justizvollzugsanstalten, ambulante soziale Dienste oder Suchtberatungen. Als Brötchengeber kommen sowohl sozialstaatliche als auch außerstaatliche soziale Dienstleister in Frage, etwa Jugendamt, Justizvollzugsanstalt, Caritas oder Arbeiterwohlfahrt.
Wer noch keine rechten Ideen hat, welche Arbeitsbereiche für einen Sozialpädagogen in Frage kommen, könnte sich vor dem Studium und während der Semesterferien um Praktika kümmern. Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang in verschiedene Bereiche hinein zu schnuppern. So lässt sich das Studium sehr viel spezifischer realisieren.
Wer sich für ein Sozialpädagogik Studium interessiert, sollte auch nachprüfen, ob an der i Frage kommenden Hochschule Studiengebühren und Semesterbeiträge fällig werden und falls ja in welcher Höhe. Die jeweiligen Kosten können wirklich sehr voneinander abweichend ausfallen. Als Zugangsvoraussetzungen wird an den Unis das Abitur, an den Fachhochschulen zumindest die Fachhochschulreife gefordert. In einigen Bundesländern bestehen obendrein ländereigene Regelungen, so dass man beispielsweise mit einem Meisterbrief ein Studium aufnehmen kann.
Die Berufsaussichten für Sozialpädagogen sind vergleichsweise moderat. Gebraucht werden zwar viele, angestellt demgegenüber vergleichsweise wenige. Der Lohn hängt ab vom Abschluss, vom Arbeitgeber (öffentlicher Dienst oder freier Träger) und der Problematik der Zielgruppe.